Rückblick 2015


Mitte dieses Jahres hätte ich beinahe aufgegeben. Meine Ersparnisse waren so gut wie aufgebraucht und ich hatte keine Aussicht auf einen neuen Auftrag.

Ich habe mir ernsthaft überlegt wie lange ich das noch durchhalten kann und wann ich anfangen müsste nach einem neuen Job zu suchen.

Ich kam zum Schluss, dass ich mir noch bis zum Ende des Jahres Zeit geben konnte um das Steuer rumzureissen. Das wäre dann wirklich das Ende meiner Reise gewesen.

Ich habe die Kurve noch bekommen und jetzt läuft es besser als jemals zuvor. Hier sind die Dinge, die ich in diesem Jahr gelernt habe und durch die ich wieder in die Erfolgsspur gekommen bin.

Netzwerken

Das Motto dieses Jahres war auf jeden Fall Netzwerken. Ich habe dieses Jahr so viel „genetzwerkt“ wie noch nie zuvor in meinem Leben. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen geredet.

Ich habe aber gelernt, dass Netzwerken eine Investition in die Zukunft ist. Man bekommt eigentlich nie zeitnah einen Auftrag, aber man bleibt im Kopf. Man kann auch nie vorher einschätzen, welcher Kontakt einem einen Auftrag weiterleitet.

Dieses Jahr habe ich meine Aufträge und Kontakte fast ausschließlich von Leuten weitergeleitet bekommen, die ich schon vor längerer Zeit kennen gelernt habe.

Austausch

Ich habe mich dieses Jahr mit Marcel Gieron zusammengeschlossen. Wir treten nicht offiziell als Agentur auf, aber wir haben einige Aufträge zusammen absolviert. Wir reden regelmäßig miteinander und unterhalten uns über unseren aktuellen Stand und an was für Projekte wir gerade arbeiten.

Dieser Austausch tut nicht nur gut, sondern hat mit einem Schlag meine Marketingpower verdoppelt.

Außerdem bin ich noch in zwei Mastermind Gruppen, in denen wir uns regelmäßig per Skype austauschen. Hier reden wir ebenfalls über unseren aktuellen Stand, was uns gerade so im Business beschäftigt und was wir planen.

Den Austausch würde ich extrem hoch einstufen, was den Einfluss auf meinen geschäftlichen Erfolg angeht. Ich gebe jedem den Rat, sich regelmäßig mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Business

Ich habe in diesem Jahr extrem viel gelernt.
Ich bin sicherer geworden. Ich weiß, was ich mir wert bin und wieviel meine Leistungen wert sind. Ich habe gelernt, besser einzuschätzen was Kunden brauchen. Ich habe viele Angebote geschrieben und meine Prozesse optimiert. Ich habe meine Stundensätze angehoben und ich habe versucht von Stundensätzen komplett weg zu kommen.

Das alles gibt mir mehr Sicherheit im Umgang mit Kunden und im Gegenzug fühlen sich Kunden besser aufgehoben.

Mein Rat an dieser Stelle: einfach ausprobieren. Man lernt nichts Neues durchs Nichts tun. Ich bin nur durch experimentieren und schrittweiser Optimierung weiter gekommen in meinem Business.

Loslassen und Nein sagen

Dieses Jahr habe ich viele Sachen losgelassen. Kunden, die mich gestresst haben. Projekte, die mich nicht weiter gebracht haben. Prozesse, die nicht optimal waren.

Ich habe ebenfalls zu Kunden und Projekten Nein gesagt. Es lohnt sich einfach nicht Energie in etwas zu stecken, von dem man nicht überzeugt ist. Man sollte sich die Kraft lieber für die guten Kunden und Projekte aufsparen.

Reisen

Wir haben dieses Jahr keine „große“ Reise unternommen. Unsere längste Reise war für einen Monat nach Berlin. Wir waren dann noch mal eine Woche in Barcelona für eine Konferenz.

Zwischendurch sind wir für ein paar Wochen nach Holland und auch noch mal für eine Woche nach Berlin um zu sehen wie es ohne Sonne da so ist.

Ich finde diese Art von Reisen extrem entspannend. Wir müssen nicht reisen um uns zu erholen. Wir müssen nicht in einem einzigen Urlaub alles raus holen was geht. Wir können reisen wann wir wollen und wir sind nicht an einen Zeitplan gebunden. Wir können langsam reisen. Das ist ein Luxus, den ich nicht mehr aufgeben will.

Fazit

Ich bin mal wieder richtig glücklich.
Die Einnahmen stimmen, ich tausche mich mit Gleichgesinnten aus, helfe Menschen und lerne neue Sachen von anderen Leuten.

Dazu die Vorteile, die ich schon so oft aufgeführt habe. Reisen wann man will, wie lange man will, wohin man will. Man kann seinen Tag selbstständig einteilen, arbeiten wo man will, wann man will, mit den Kunden, die man mag. Ich kann mir jeder Zeit einen freien Tag nehmen.

Ich habe mir überlegt, Mitte Dezember keine Kundenaufträge mehr zu machen, sondern mich auf meine Projekte zu konzentrieren. Das kann ich einfach tun.

Selbstbestimmt, entspannt und immer am lernen.


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