Rückblick 2014


BÄM, das war es also. Das war das Jahr 2014. Hier ist mein persönlicher Rückblick auf dieses Jahr.

Ich habe meinen Job gekündigt, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste wachsen. Nicht körperlich, das habe ich schon lange aufgegeben ;). Wie so oft, habe ich den Schritt in einer großen Hauruck Aktion gemacht. Job gekündigt, Wohnung gekündigt, erst einmal Lebewohl Deutschland und für 3 Monate nach Korea.

Digitaler Nomade

Der Plan war es als Digitaler Nomade zu leben (Den Begriff habe ich neu gelernt). Das bedeutet ohne festen Wohnsitz, mit einem Online Business und immer dort arbeiten wo andere Urlaub machen.

Ich habe in diesem Jahr an folgenden Orten gelebt und gearbeitet:

Jetzt wohne ich in einer wunderschönen renovierten Altbauwohnung. Dass wir hier einziehen war schon von Anfang an geplant und wir haben das Jahr genutzt um das Digitale Nomadentum einmal auszuprobieren. Klar kann man sagen, das war aber nicht das „richtige“ Nomadentum. Ich habe aber daraus gelernt, das ständige Reisen ist extrem anstrengend. Man kann sich nie richtig einrichten, man ist in ständigem Limbo und man muss extrem flexibel sein.

Reduzieren

Ich habe aber auch gelernt, man muss so gut wie nichts besitzen. Ich sage extra besitzen, weil man doch sehr viele Dinge benutzt. Man muss noch immer kochen, waschen, den Körper pflegen und man benötigt Strom und Internet. Aber man braucht auf keine Fall 10 T-Shirts und 5 Paar Schuhe.

Minimalismus ist wieder so ein Begriff in diesem Zusammenhang. Ich habe einen langen und kritischen Blick auf alle Sachen geworfen, die wir in der neuen Wohnung angeschafft haben. Ich besitze noch immer viel zu viel, aber ich glaube, solange die Dinge einem keinen Stress bereiten (bloß nicht dreckig machen, nicht zu oft benutzen) kann man deren Vorhanden-sein verkraften.

Einnahmen

Ich habe mein Geld dieses Jahr mit Freelance Arbeiten verdient. Das wollte ich am Anfang auf keinen Fall, von wegen Kunden und so. Jetzt finde ich es gar nicht so schlimm, ich kann mir meine Kunden nämlich aussuchen.

Meine Einkünfte kamen in diesem Jahr aus folgenden Quellen

  1. Neues Theme und laufende technische Betreuung eines regionalen Nachrichten Portals
  2. Website für ein Restaurant
  3. Einkünfte aus der Entwicklung des Konferenz Plugins aus dem letzten Jahr
  4. Verschiedene kleinere Aufträge rund um WordPress
  5. Konsulting für Programmierung

Das ist viel Kleinvieh, aber auch der macht Mist 😉

Ausgaben

Der größte Batzen war definitiv die Reise nach Korea und die Wohnung für 3 Monate. Das Essen war relativ günstig und die Unterhaltung auch, je nachdem was man macht. Ich muss dazu sagen, wir haben während dieser Zeit aber auch nicht gespart.

Wir haben noch einmal für einen Monat Miete gezahlt, als wir im Belgischen Viertel gewohnt haben. Danach hatten wir das Glück immer ohne Miete zu wohnen. Wir mussten lediglich für unser leibliches Wohl sorgen. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber auch eine wichtige Lektion: Nutze die dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an unsere Eltern, ohne die wir das hier nicht machen könnten (Also ich zumindest).

Die nächste große Ausgabe war unser Umzug. Klar wollten wir reduzieren, aber ein paar Dinge benötigt man dann doch. Seit Dezember wird auch wieder Miete gezahlt.

Business

Meine eine große Lektion heißt fokussieren. Nicht zu viele Projekte gleichzeitig, nicht zu viele Schritte auf einmal. Langsam aber kontinuierlich.

Man kann Fehler nicht vermeiden, man sollte es auch nicht versuchen. Man muss die Fehler machen und dann weiterziehen. Probier alles aus, vor allem die Dinge, bei denen du weiche Knie bekommst. Das bedeutet aber nicht man sollte alles alleine machen, hole dir Unterstützung, Rat und lerne von Anderen. Aber du kannst dir keine Hilfe holen, wenn du keine Erfahrung in dem Bereich gemacht hast. Du kannst nur über das Schwimmen reden, wenn du schon mal in den Pool gehüpft bist.

Fazit

Ich liebe es! Ich war noch nie so glücklich und entspannt. Es ist nicht so, dass ich jeden Tag jauchzend durch die Gegend springe, aber ich bin nicht so angespannt. Ich weiß, ich muss Geld verdienen, aber eben auf meine Art. Arbeit steht nicht so dominierend über allem. Ich verbringe nicht die meiste Zeit damit zu arbeiten oder mich mit Arbeit zu beschäftigen.

Ich lebe und zwar größtenteils sorgenfrei. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich unheimlich viel verdienen würde, sondern das ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl habe in Kontrolle zu sein. Ich hab keine Ahnung, wo ich nächstes Jahr sein werde, aber ich weiß, dass ich dort aus eigener Kraft hingekommen bin.


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