Marketing Lektionen

Vor etwas über einer Woche habe ich FreelanceFinder.de online gestellt. Was dann passierte war überwältigend... nämlich gar nichts. Ich will hier einmal meine Maßnahmen beschreiben, die ich bisher unternommen habe um Freelancer und Auftraggeber zu generieren.

Wir hatten aus unserer Beta-Phase in 2012 bereits 60 Freelancer in unserer Datenbank. Außerdem hatten wir ca. 10 Auftraggeber in unserer Datenbank, die daran interessiert waren Aufträge zu vergeben. In 2012 konnten man noch keine Aufträge vergeben, da wir natürlich noch keine Freelancer in unsere Datenbank hatten.

Timeline

Am 31. Januar habe ich das 1. Mal auf meiner eigenen Facebook Wall den Link gepostet. Darüber kamen immerhin 35 Leute auf die Seite. Die meisten haben den Link aber wohl eher aus reiner Neugier angeklickt. Danke dafür :) Es war allerdings ein Freitag, was für einen privaten Post wohl ein guter Zeitpunkt ist, aber um Kunden zu gewinnen eher nicht. Außerdem habe ich zeitgleich auf Twitter den Link gepostet. Über diesen Link kamen genau 2 Besucher. Es haben sich 2 Freelancer angemeldet.

Über das Wochende habe ich nichts gepostet, da ich nicht davon ausgegangen bin, dass viele Leute auf Jobsuche sind. Statt dessen habe ich nach Gruppen auf Facebook gesucht, die zum Thema Freelance passen und habe mich dort angemeldet. Außerdem habe ich nach Foren für Freelancer gesucht. Trotzdem habe sich über das Wochenende 2 Freelancer angemeldet!

Am Montag, den 3. Februar habe ich dann einen Artikel auf graff.cc veröffentlicht zum Launch von FreelanceFinder und einen Link in eine Facebook Gruppe gepostet. Die Gruppe hat knapp über 1000 Mitglieder und hat nicht direkt etwas mit Freelancern zu tun. Trotzdem kamen 14 Besucher über Facebook und 3 Besucher über Twitter. Es kam zu 4 Anmeldungen von Freelancern.

Am Dienstag, den 4. Februar habe ich kein aktives Marketing betrieben. Es haben sich dennoch 3 weitere Freelancer angemeldet.

Am Mittwoch, den 5. Februar kam es dann zu einem "Anmelde Explosion". Ganze 17 Anmeldungen sind rein gekommen. Ich hatte diesmal meinen Fokus auf Xing.com gelegt und dort in einige Gruppen gepostet. FreelanceFinder wurde dort allgemein gut aufgenommen von anderen Freelancern. Ich hatte auch noch auf Facebook in eine Gruppe gepostet, in der man Freelancer Aufträge posten kann.

Am Donnerst, 6. Februar habe ich noch einmal in andere Facebook Gruppen gepostet und es kam zu 3 Anmeldungen.

Am Freitag, den 7. Februar habe ich dann noch einmal auf Xing gepostet und es kam zu 15 Anmeldungen von Freelancern. Diesmal habe ich ein wenig spezieller gesucht und in Gruppen wie HTML5 & CSS3 und einer Wordpress Gruppe geschrieben.

Auftraggeber

Jetzt kommen wir zu Auftraggeber Seite. Dort sieht es leider nicht so toll aus. Wir haben zwar vor gehabt jede Woche eine E-Mail raus zu schicken, aber leider ist die Resonanz bisher nicht sonderlich groß. Wir haben die Leute aus unserer Beta-Liste angeschrieben, von diesen kam aber gar keine Reaktion.

Wir haben zu Beginn extra einen Preis für Auftraggeber gesetzt, um zu sehen ob Aufträge rein kommen. Das ist nicht passiert. Dann haben wir den Preis raus genommen, aber auch das hat nichts gebracht.

Wenn man auf die verschiedenen Job Portale schaut, gibt es fast keinen Unterschied zwischen den Anzeigen für einen festen Job und eine für Freelancer. Es werden auch fast keine konkreten projektbezogenen Ausschreibungen gepostet.

Was habe ich gelernt?

Marketing ist ein hartes Brot. Härter wird es nur, wenn man ein persönliches Projekt bewerben muss. Für FreelanceFinder war Xing der beste Kanal, dort habe ich sogar Antworten auf meine Posts erhalten. Facebook ist zwar auch kein totaler Reinfall gewesen, aber im Gegensatz zu Xing ist es doch deutlich zurück geblieben.

Am schwersten war es eigentlich sich am Anfang zu überwinden überhaupt etwas zu schreiben. Man will natürlich nicht mit plumper Werbung auffallen, aber gleichzeitig muss man seinen Service anpreisen. Mir ist es aber nur einmal passiert, dass jemand meinen Post nicht freigeben hat.

FreelanceFinder scheint bei Freelancern gut anzukommen. Zu Auftraggebern kann ich leider nichts sagen, da sich von diesen keiner gemeldet hat.

Soweit so gut, nun muss ich die Auftraggeber-Seite noch besser analysieren und Feedback von diesen sammeln.