Selbstständigkeit - Meine Erfahrungen bisher

So, nun ist es schon über 4 Monate her, dass ich meinen Job bei rankingCHECK verlassen habe.

Inzwischen bin ich einiges an Erfahrung reicher und habe auf dem Weg einiges gelernt. Jeder, der mit dem Gedanken spielt ebenfalls seinen aktuellen Job zu verlassen und selbstständig zu werden, hier sind meine Erfahrungen.

Fokus

Mein größtes Problem war zu Beginn (oder ist es noch immer) der Fokus. Der Plan war es zu arbeiten und zu reisen. Das tue ich inzwischen auch (zur Zeit in Süd-Korea), aber zu Beginn habe ich zu viele Dine gleichzeitig gemacht. Ich habe meine Wohnung aufgelöst, eine Wohnungsübergabe organisiert, mein Gewerbe angemeldet, versucht Förderung vom Arbeitsamt zu bekommen, eine Geschäftsidee zu finden, Kunden für eine andere Geschäftsidee zu akquirieren... und noch vieles mehr.

Dabei hilft es auch nicht die ganze Zeit Blogs zu lesen, Podcast zu hören und sich auf Twitter rum zu treiben. Es gibt zwar jede Menge inspirierende Leute da draußen, leider ist es dadurch auch verdammt leicht sich von einer neuen Idee begeistern zu lassen. Ich glaube ich habe den gesamten 360 Grad Prozess durchlaufen. Zunächst wollte ich etwas ganz neues machen, dann wollte ich die Idee von jemand anderen umsetzen, dann wollte ich eine alte Idee neu beleben, dann wollte ich einen Lifestyle Blog betreiben, dann wieder einen Marketing Blog und dann... Also wenn du auch in die Selbstständigkeit willst, FOKUSSIERE DICH auf EINE Sache.

Ausdauer

Über den Punkt kann ich noch nicht viel berichten, da ich es bisher noch nicht richtig geschafft habe etwas durch zu halten. Aber ich weiß, dass es wichtig ist. Das kommt auch wieder auf den Punkt Fokus zurück. Wenn man etwas gefunden hat, was einen genug begeistert es auszuprobieren, dann sollte man gefälligst auch etwas durch halten. Erfolg kommt leider nicht über Nacht und obwohl ich das weiß, muss ich mich noch immer in Geduld üben.

Motivation

Meine Motivation ist eindeutig der Wille etwas Eigenes zu schaffen. Aber das reicht nicht immer. Ich habe den Vorteil, dass ich nicht komplett alleine auf meiner Reise bin. Sonst wäre ich schon ganz tief unten im Motivationsloch und hätte mich dort in Fötusstellung noch tiefer gegraben. Also begebt euch um Himmelswillen nicht alleine auf so ein Abenteuer. Baut euch ein Netzwerk auf und nutzt es. Familie, Freunde, Gleichgesinnte. Wichtig ist es Leute zu finden, mit denen ihr euch austauschen könnt.

Realität

Man muss sich realistische Ziele stecken. Ich hatte natürlich schon die ganz große Idee, die mich auf jeden Fall reich machen wird. Aber irgendwie hat es trotzdem noch nicht funktioniert. Ich hatte auch utopische Vorstellungen davon, wie viel ich verdienen könnte. Man muss am Anfang kleine Brötchen backen und langsam seine Idee entwickeln und seine Ziele greifbar stecken. Wer immer gesagt hat, man soll auf die Sterne zielen und man wird auf dem Mond landen, ist ein Idiot.

Das Problem mit so hochgesteckten Zielen ist, man weiß schon vorher, dass man diese niemals erreichen wird. Darum ist ein Fehlschlag dann auch nicht so schlimm, denn das Ziel war ja von Beginn an unrealistisch.

Das bedeutet nicht, man soll nicht träumen. Aber der Traum kann nicht das einzige Ziel sein auf dem Weg. Man braucht fassbare, messbare und zeigbare Ziele.

Man muss sich auch ganz klar eingestehen wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Man kann einfach nicht alles gleich gut. An den Bereichen, die man verbessern möchte, muss man arbeiten, bei mir ist das Marketing. Seine Stärken muss man nutzen und versuchen sich mit diesen in einer Nische zu etablieren.

Und jetzt?

Langsam komme ich in geregelte Bahnen und mein Plan nimmt erkennbare Formen an. Ich habe meine Markt abgesteckt und analysiert wie ich diesen bediene kann.

Ich habe eine neue Seite gestartet http://digitalglue.de auf der ich Leuten beim Einstieg in WordPress helfe. Der Fokus liegt auf Anfänger bzw. Einsteiger, die noch nie mit Wordpress gearbeitet haben. Geld verdienen möchte ich durch die Entwicklung eines Plugins und den Verkauf eines Ebooks.